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Walter Jung, Peter Scherer und Hans May trafen sich und fuhren zusammen Rad. Wie dies aber bei den Herren der Schöpfung so ist, packte den Hans, nachdem er bei der
“SCHWALBE TRIER” mit Ach und Krach eine 100km Radtourenfahrt durchgestanden hatte, der Ehrgeiz! Eine Rennmaschine wurde angeschafft, Dachträger auf den PKW, unter der Woche richtig trainiert und jeden Sonntag
eine RTF gefahren.
Das Beispiel machte Schule, ein Jahr später fuhren 15 “Wincheringer Jungs” regelmässig zusammen Rad und waren gern
gesehene Gäste bei den Radtourenfahrten der naheliegenden Vereine. Nach der Serriger Tour im Sommer 1982 saßen - - - - - - und Hans May ganz gemütlich bei einem Gläschen im Zelt auf dem “Wincheringer Weinfest” zusammen. Spontan schlug ------, vor einen “Radsportverein” zu gründen! Der Hans hielt nicht`s davon, aber - - - - - - - - setzte nach, wenn kein Verein gegründet wird, dann gehen wir in andere Vereine! Das war die Initialzündung, einen Verein gründet man schliesslich nicht jeden Tag.
Zum 1. Januar 1983 gründeten 15 Radsportbegeisterte zusammen mit den Damen Gisela May und Monika Schmit den
“RSC - OBERMOSEL - WINCHERINGEN”
In den geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt:
1. Vors. HANS MAY, 2. Vors. HEINRICH MÜLLER
Geschäftsführer - - - - - - -, Schatzmeister WALTER JUNG
Von da an war richtig was los! 1984 die erste “ INTERNATIONALE - LUXEMBOURG - RTF, ”nicht nur durch das
Grossherzogtum, sondern auch durch Frankreich. Die 100 km Strecke war nicht gerade leicht, die 150er ausgesprochen
schwer! Wir hatten einen wunderbaren Sommertag, die RTF war ein voller Erfolg! Mit unseren vielen Gästen aus dem
Saarland wurde regelrecht ne Fete gefeiert, und auch der RSC-Abschluss nach dem Aufräumen war nicht gerade trocken!
Natürlich wurden auch Rennen veranstaltet, im Winter Cross, im Sommer auf der Strasse durch`s Dorf. Zum Auftakt
spendete die Fa Wacht als 1. Preis für den Sieger der Amateure ein Spanferkel, lebend, das war eine Schau.
Drei unserer Jungs haben damals die Vereinsfarben im Rennsport vertreten, Oliver Braun, Dirk und Frank Steinmetz waren
unsere Aktiven! Oliver stürzte in Serrig in einer Kurve weil ihm der hintere Reifen absprang; obwohl eigentlich kein
schwerer Sturz, war er doch traumatisiert und trat nicht mehr an. Dirk hatte leider einen folgenschweren Sturz und stand
vor der Wahl, entweder weitermachen oder der Beruf, auch er fuhr keine Rennen mehr!
Frank entwickelte sich zu einem guten Rennfahrer und brachte es bis zu “Le loup Köln” in die Bundesliga- Mannschaft!
Immer voran mit den Ideen und in der Organisation, unser - - - - - - , er zeigte sich als famoser Motivationskünstler!
Unvergessen und unübertrefflich gestaltete er den RSC-Nikolaus-Abend. Als Nikolaus schnitt er Einzelnen kräftig die
Haare und zog sie zur allgemeinen Erheiterung so richtig durch den Kakao. Alle hatten Schiss dran zu kommen, es war
praktisch eine Ehre, denn wer seinen Senf nicht abbekam, war noch nicht oder aber nicht mehr in der ersten Reihe im RSC!
Unsere Vereinsmeisterschaft war ein Dorfereignis. Gefahren wurde ein regelrechtes Rennen über Söst,Tawern nach Konz,
Saarburg, dann den Kahrener hoch. In Kahren wurden einige Kühe über die Strasse getrieben, was Walter Jung, allerdings
unfreiwillig, veranlasste, vom Rennrad auf eine der Kühe umzusteigen! Viel Heiterkeit löste der 1. Vorsitzende aus, als er
vor dem Aufstieg nach Wincheringen seine leere Trinkflasche in den Strassengraben warf. Egal wie, bei uns war immer etwas
los. Der Einlauf im Ziel am Bour war dann richtig umjubelt, du kamst Dir vor wie der Champ, auch wenn du unter ferner
liefen eingetrudelt bist. Na und dann erst die Vereinsmeisterschaftsfeier am Abend, Essen und Trinken frei, das ging
feuchtfröhlich bis in den Morgen, war einfach toll!
Seit einigen Jahren ermitteln wir den Vereinsmeister und unsere Klassen-Sieger mit einem 10 km Zeitfahren an der Mosel,
gepaart mit einer offenen Dorfmeisterschaft, vom Vorsitzenden als Gag in ”INTERNATIONAL CHAMPIONSHIP ” umgetauft. Die Veranstaltung kommt gut an, wir hatten bei gutem Wetter schon mal 60 Damen und Herren am Start,
darunter auch einige aus dem Ländchen! Besonders freute es uns, als 8 luxembourger Aktive ihren Beitritt in den RSC erklärten!
Der Vorstand begrüsste einhellig den Beschluss unserer aktiven Sportlerin Astrid Lang, bei dem Sportbund-Rheinland eine
Ausbildung als Übungsleiterin zu absolvieren. Dies war der Beginn einer neuen Ära im RSC, aufeinmal hatten wir eine rege
Damen-Turnabteilung. Nur logisch, dass Kinder-Turnen seit Jahren ebenfalls betrieben wird!
Die Turnabteilung ist mittlerweile doppelt so gross wie die Abteilung Radsport! Die Astrid zog es dann in die Lüfte, sie
machte eine Ausbildung zur Stewardess bei der Lufthansa und betreute anschliesend bei der Bundesluftwaffe nicht nur
Soldaten, sondern auch unsere gesamte “Staatsprominenz”auf weltweiten Flügen.
1989 übernahm - - - - - - für vier Jahre die Leitung unseres Vereins. Hans May blieb noch 2 Jahre als 2. Vorsitzender im
Vorstand und nahm dann eine Auszeit. Wie immer hatte - - - - - - neue Ideen, Volksläufe und mords Spielfeste wurden mit
grosser Beteiligung der “Wincheringer” veranstaltet!
Laut Frau May war das mit ihrem Gatten nicht mehr auszuhalten, sie meinte er müsse wieder etwas in Funktion tun, beide waren froh als er den Vorsitz des RSC wieder übernehmen konnte!
Die Feier”1000 JAHRE WINCHERINGEN”im Jahr 1993 war natürlich für das Dorf ein Grossereignis. Auch der RSC
nahm mit allen Abteilungen am historischen Festzug teil. Unsere Turnerdamen und die Kid`s in Turnkleidung der
Jahrhundertwende. Die Radsportlerinen und Sportler in den verschiedenen Trikots unserer Vereinsgeschichte. Besondere
Hihligts waren ein nachgebautes Laufrad des Freiherrn von Drais, ein Original Tour de France-Rad von 1936, und
natürlich der Weltmeister im Hochradfahren, Georg Konder aus Trier mit seiner Maschine!
Im Festzelt feierte der RSC mit ca. 500 Gästen sein “10 JÄHRIGES BESTEHEN” mit einem abendfüllenden Programm.
Allen Gründungsmitgliedern wurde ein “Ehrenteller” überreicht, und - - - - - - in Dank und Anerkennung für seine großen
Verdienste um den Club zum “Ehrenmitglied” erklärt!
Ja und dann war da ein junger Mann von der schweitzer Grenze zu Gast auf unserer RTF, ein Gücksfall für den RSC!
Unser Thomas Güntert gestaltete fortan beliebte Freizeiten in seinem Heimatort Lottstetten, richtig sportliche Etappen-
fahrten und Alpentouren mit anspruchsvollem Niveau, und abends ging dann richtig die Post ab!
Unserer Vereinsjugend zeigte er wie Rad gefahren wird, gewann gleich mehrmals die “VEREINSMEISTERSCHAFT”!
Zum Jahresende 2005 hatte der “RSC-OBERMOSEL-WINCHERINGEN” 210 Mitglieder, davon 1/3 in der Abteilung
“RADSPORT” und 2/3 in der Abteilung ”DAMEN UND KINDERTURNEN”!
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